Editorial
Kaum eine Disziplin entwickelt sich so schnell wie die Informatik. Und auch wenn uns das dazu verleitet, vor allem nach vorne zu schauen, lohnt sich hin und wieder auch der Blick zurück. Dass dieser Blick durch eine Virtual-Reality-Brille möglich ist, daran arbeitet Lukas Moersler. Er hat zusammen mit David A. Plecher eine Möglichkeit geschaffen, die historische Z3 von Zuse im virtuellen Raum zu bedienen – inklusive der klackernden Relais. Zum Fachartikel
Die GI-Community hat zudem in ihre eigene Vergangenheit geblickt und uns viele tolle Bilder und Anekdoten ihrer ersten Berührungspunkte mit der Informatik zugesendet. Da gibt es Fotos vom Commodore unterm Weihnachtsbaum, Geschichten aus der ehemaligen DDR und erste Programme, die sich bis heute online spielen lassen. Diese Erinnerungen zeigen für mich vor allem eines: wie vielseitig die Wege sein können, die in dieses Berufsfeld führen. Zum Familienalbum
Wie sich das Berufsfeld weiterentwickeln wird, diskutieren Mahja Sarschar und Lenz Belzner im Interview. Beide haben sich mit KI-basierter Softwareentwicklung befasst und sprechen über Produktivität, Peer Reviews und die Frage, ob Programmieren in Zukunft überhaupt noch gelehrt werden sollte. Interview lesen

GI-Präsidentin Christine Regitz (© Mike Auerbach)
Dass es durchaus funktionieren kann, wenn KI-Bots im Team arbeiten, davon ist Dieter Wuttke überzeugt. Gemeinsam mit der GI-Regionalgruppe Ilmenau hat er sich bereits in einigen Veranstaltungen mit dem Thema beschäftigt. In seinem Fachartikel stellt er Beispiele vor und zeigt, was es braucht, damit ein Team aus Agenten im Unternehmen unterstützt. Zum Artikel
Auch sonst hat diese Ausgabe wieder einige Einblicke und Denkanstöße für Sie parat! Was bedeutet das Recht auf Reparatur für uns? Wo sind die Schnittstellen zwischen Kunst und Informatik? Und wie viel Spezialisierung braucht es in unserer Disziplin?
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
Ihre Christine Regitz