Editorial
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In dieser Ausgabe begeben wir uns „behind the scenes“. Die Informatik geht heute weit über eine technische Disziplin hinaus, da digitale Technologien die Wirtschaft, die Politik und unseren Alltag von Grund auf verändern – und zugleich Fragen nach Verantwortung und gesellschaftlichen Auswirkungen aufwerfen. Aus diesem Grund betrachten wir einige neue Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Clarissa Sabrina Arlinghaus nimmt die Zusammenarbeit von Menschen und technischen Systemen unter die Lupe. Wenn Roboter zu Teammitgliedern werden, geht es längst nicht mehr nur um Effizienz oder Sicherheit, sondern auch um soziale Dynamiken und Erwartungen. Selbst wenn wir wissen, dass wir mit Maschinen interagieren, reagieren wir weiterhin auf soziale Signale – oder auf deren Ausbleiben. Zum Artikel
Boris Hinzer macht darauf aufmerksam, dass ein Großteil der digitalen Systeme, auf die sich unsere Verwaltungen, Wirtschaft und Bürger*innen stützen, durch die Arbeit engagierter Freiwilliger entsteht. Dennoch wird Open-Source-Arbeit bislang weder als ehrenamtliche Tätigkeit anerkannt noch angemessen finanziell unterstützt. Zum Beitrag
Meine Vorgängerin Christine Regitz hebt die zentrale Rolle von Software, die in Deutschland entwickelt wird, hervor und macht mit ihrer Initiative „Software-defined Germany“ auf ihre strategische Bedeutung für die Digitalisierung aufmerksam. Zum Artikel
Florian Bliesch beschäftigt sich mit einer technologischen Entwicklung, die das Verhältnis zwischen digitaler und physischer Welt grundlegend verändert. Mit Spatial AI verlassen intelligente Systeme den Bildschirm und werden Teil unserer physischen Umgebung. Damit entstehen neue Formen der Interaktion, aber auch neue Anforderungen an Transparenz und verantwortungsvolle Gestaltung. Zum Artikel

Martin Wolf, neuer Präsident der Gesellschaft für Informatik e. V.
Auch ich darf in dieser Ausgabe einige Blicke hinter die Kulissen geben. Im Interview erfahren Sie mehr darüber, was die GI für mich besonders macht und welche Ziele ich mir als GI-Präsident für die kommenden Jahre setze. Zum Interview
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und freue mich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.
Ihr Martin Wolf